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Auf dieser Seite werde ich mich mal mit der Kastration von Katzen beschäftigen. Zu diesem Entschluß kam ich, da über dieses Thema sehr viel Unsinn gesagt und geschrieben wird. Ich hoffe, daß ich Sie sich, bevor Sie Ihre Katze oder Kater kastrieren lassen, mit diesem Thema ausreichend beschäftigen. Hinterher ist es dann zu spät!

Die Kastration ist in das Leben Ihres Tieres, im wahrsten Sinne des Wortes einschneidendes Ereignis. Man sollte sich diesen Schritt sehr genau überlegen. Eine Kastration ist natürlich beim Tierarzt ein Routineeingriff, aber trotzdem ist es ein Eingriff, der nicht ohne operative Risiken ist. Ihr Tier könnte diesen Eingriff im extremen Fall nicht überleben! Weiterhin leiden viele Tiere nach der Kastration an Übergewicht mit allen daraus entstehenden Problemen. Ein sehr großes Problem ist auch immer wieder die Bildung von Harnsteinen, die dann natürlich auch wieder entfernt werden müssen. Weiterhin ist die Bildung von Mammatumoren (Tumore der Gesäugeleiste) infolge von Kastrationen noch nicht ausreichend erforscht und wird häufig verharmlost:

Eine Kastration vor der ersten Rolligkeit der Katze bzw. vor dem Erreichen der Geschlechtsreife des Katers ist eine Katastrophe! Es steht immer wieder geschrieben, daß die Tiere ab dem 6. Lebensmonat kastriert werden können. Ich muß Sie eingehend davor warnen! Diese armen Tiere bleiben Zeitlebens "Kinder" und können nicht das Katzentypische Verhalten erlernen! Diesen Tieren fehlt halt ein Teil der Entwicklung und sie sind im Grunde genommen Verhaltensgestört.

Vor Jahren habe ich auch mal , aus Unkenntnis, eine weibliche Katze mit ca. 7 Monaten kastrieren lassen. Unsere Minki ist insgesamt 14 Jahre alt geworden. Sie benahm sich fast ihr ganzes Leben wie eine Jungkatze und hatte dadurch auch Probleme mit anderen Katzen. Sie lebte ja fast ihr ganzes Leben mit ihrer Mutter im Haus bei uns, die erst zu einem viel späteren Zeitpunkt kastriert worden war. Die Kastration von Miezi (ihrer Mutter) fand auch nur im Alter von 4 Jahren statt, weil sie einen Unfall und innere Verletzungen hatte. Im Vergleich dieser beiden Tiere, die auch im Alter nur ein Jahr auseinander waren, muß ich von einer deutlichen Verhaltensauffälligkeit bei der jüngeren, zu zeitig kastrierten Katze sprechen. Die Kommunikation mit unserer anderen Katze und auch mit anderen Dorfkatzen war extrem schwierig und sie wurde auch öfters gemobbt. Auch ihr Verhalten uns gegenüber war häufig nervig, da sie durch die frühe Kastration immer nur wild war und nie das gleiche schmusige Verhalten anderer Katzen hatte.

Diese Fehler des zu frühen Kastration möchte ich Ihnen und Ihrem Tier ersparen! Ich halte es auch für nicht Tierschutzgerecht Tiere im noch nicht geschlechtsfähigen Alter zu kastrieren. Diese armen Katzen dürfen nicht vollständig erwachsen werden! Welche Anmaßung nehmen sich eigentlich viele sogenannte Tierschützer heraus, gerade diese Tierverstümmlung zu propagieren. Ein weiterer Punkt zum nicht kastrieren ist, daß inzwischen durch den Kastrationswahn nicht mehr ausreichen deckfähige Kater, selbst in Dörfern, vorhanden sind. Dadurch geht leider die genetische Vielfalt verloren, was sich in den nächsten Jahren bitter rächen wird. Wir werden dann mit immer mehr Erbkrankheiten in den Katzenbeständen zu kämpfen haben. 

Durch Kastration entgeht Ihnen auch eine sehr schöne Seite unserer Tiere. Nichts ist schöner einer Geburt von Kätzchen beizuwohnen. Trotzdem ich im Jahr viele Geburten erlebe (mit allen Tieren), ist es immer wieder etwas Besonderes! Auch das Heranwachsen der Kleinen zu beobachten ist immer wieder schön. Natürlich übernehme ich eine große Verantwortung für die jungen Kätzchen. Frühjahrskatzen zu vermitteln ist aber bei mir nie ein Problem gewesen. Man muß sich nur genügend bemühen und alle zur Verfügung stehende Möglichkeiten nutzen. Junge Katzen vor dem Tierheim abstellen geht gar nicht und ist auf schärfste zu verurteilen!  Mehr als eine Geburt im Jahr lasse ich durch Geben der Katzenpille nicht zu. Ich möchte nur noch mal vorsichtshalber darauf hinweisen, daß man mit kleinen Katzen ganz bestimmt kein Geld verdienen kann. Durch einen geringen Beitrag kann man sich aber die Unkosten bezahlen lassen und hat den Spaß umsonst. Katzen haben, wie auch andere Tiere, nur zwei Ziele, welche in Ihren Instinkten gespeichert sind. Das eine ist, daß sie sich selbst erhalten, wie Fressen, Trinken, Schlafen. Das zweite wichtige Ziel im Leben eines Tieres ist die Fortpflanzung und damit Erhaltung der Art! Wir sollten diesen Prozeß nur regulieren, nicht verhindern. Ich greife in die Paarungs- bzw. Aufnahmebereitschaft nur soweit ein, daß ich unseren Katzen nur einen Wurf im Jahr erlaube. Damit erreiche ich, daß die Katze ausreichend Erholungspause zwischen den Würfen hat und ich auch den Jungtierverkauf immer ausreichend ermöglichen kann. Wenn eine Katze schon alt ist und vielen kleinen Katzenkindern das Leben geschenkt hat ist eine Kastration gerechtfertigt. Mein Katze Paula muß ich leider dieses Jahr (2014), nach dem Großziehen ihrer Jungen kastrieren lassen, da sie die Pille in keiner Form mehr nimmt und damit keine Geburtenkontrolle mehr möglich ist. Auch bei gesundheitlichen Problemen der Katze rechtfertigt sich die Kastration. Ich habe natürlich auch Verständnis für das kastrieren eines Wohnungskaters, der ständig sein Revier im Wohnzimmer markiert. Lassen Sie ihn bitte aber erst die volle Geschlechtsreife entwickeln und halten sie die paar Tage Gestank aus. Sie sehen, es gibt auch gute Gründe eine Kastration durchführen zu lassen. Bitte überlegen Sie sich diesen Schritt nur ausreichend, ihr Tier wird es Ihnen danken!

Es stimmt auch nicht, daß es in Deutschland eine "Katzenschwemme" gibt! Bestimmt gibt es einige regionale Probleme mit dann auch größeren verwilderten Katzenpopulationen, bei denen natürlich das Einfangen und Kastrieren der Tiere unumgänglich ist. Dies ist aber nur ein regionales Problem. Von einer Flächendeckenden Katzenschwemme kann keine Rede sein! In unseren Dörfern geht es los, daß es zum Problem wird, daß nicht ausreichend Katzen vorhanden sind und damit kommt es zur Problematik der immer größer werdenden Schadnagerpopulation. Diese Probleme werden auch in Zukunft in den Städten auftreten! Zu einer Verstärkung dieses Problems wird es kommen, wenn einige Kommunen den Kastrationszwang durchsetzen wollen. Es ist nicht zu leugnen, daß es in vielen Tierheimen viel zu viele Katzen gibt. Dieses Problem ist aber Hausgemacht. Die meisten Tierheime nehmen eine unverschämte Vermittlungsgebühr und kontrollieren dann auch noch bei den Leuten, die sich bereit erklärt haben ein Tier zu nehmen. Desweiteren sind alle Tiere ausnahmslos kastriert. Andere Meinungen zur Kastration werden von den Tierheimverantwortlichen mit Verweis auf Tierschutz ignoriert. Man denkt in den meisten Einrichtungen sehr einseitig und läßt sich leider auch auf keine sachliche Diskussion ein. Es wird leider mit dem Verweis auf Tierschutz eine Vermenschlichung vorangetrieben. Praktizierter Tierschutz sieht für mich anderes aus. Im Interesse unserer Tiere und aller verantwortlichen Tierzüchter hoffe ich da auf Veränderung!

Vielleicht konnte ich Sie anregen über einige Dinge neu nachzudenken und Ihre Meinung zu ändern. Das sollte mich freuen. Tierschutz sollte ein Schutz für unsere Tiere sein. Vielleicht sollten wir unsere Tiere vor uns schützen! 


 
     
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